aus "Schweben weit- Schweben leise", Installationsarbeit Brückenfestival 2009

aus "Schweben weit- Schweben leise", Installationsarbeit Brückenfestival 2009
von Ute Krautkremer

2009, Papierabgüsse, Acryl, 9-teilig, je 110x35x25 cm

 „Schweben weit, schweben leise“: Installation Brückenfestival Erpel/Remagen 2009

9 Flugobjekte, die sämtlich aus Papierabgüssen einer Ursprungsform bestehen, aber unterschiedlich kombiniert und zusammengesetzt Formvarianten ergeben, hängen frei beweglich im Raum.

Das geringe Gewicht der Objekte lässt bereits bei leichtem Luftzug Bewegungsspiel zu. Der damit verbundene Eindruck von Leichtigkeit wird durch die fragile, dünnwandige Formgebung verstärkt und findet in einer hellen Farbgebung Entsprechung. 

Die pastellig angelegte Farbigkeit hebt sich von dem düsteren Grau des Raumes ab, dennoch greift die eher fleckige Oberflächengestaltung die Strukturen der Wände auf, sodass sich Objekte und Raum miteinander verbinden.

Den Formen gemeinsam ist ihre waagerechte Ausrichtung, Durch die entsprechende Kombination entstehen verschiedene Blickachsen. Die Objekte ergänzen sich, es entsteht eine „Metaform“. die in sich durch Bewegung variiert.

Der Raum bleibt um die Objekte begehbar, sodass die Installation aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfasst werden kann.

 Meine Arbeit soll Momente der Stille und des Schwebens vermitteln. Absicht ist, eine vom Gefühl ausgelöste, assoziative Betrachtung zu ermöglichen.

Flugobjekte aus Papier bewegen sich kaum merkbar, lautlos und fremdartig in einer Architektur die eine ganz andere (laute) Sprache spricht, eine Architektur, die unlösbar mit dem  2. Weltkrieg verknüpft ist.

Die Lautlosigkeit der Papierflieger und ihre organische Anmutung stehen im krassen Gegensatz zu den Flugobjekten der Luftangriffe auf die Brücke und beleben einen von Zerstörung und Zerfall  gezeichneten Raum, geben ihm eine neue (poetische )Ausrichtung.