Frank Johannes

Presse

Der Mensch in seinem Umfeld

Der Mensch in seinem Umfeld ist ein Hauptthema in den Arbeiten von jetztkunst-Künstler Frank Johannes. Ob er den Gegensatz zwischen Land und Stadt herausarbeitet („in&out“, 2005 ), ob er die Schönheit der Natur realisiert, indem er auf den Menschen in der Darstellung verzichtet oder ob er sich - wie in seiner neuesten Arbeit LONDON07 - auf den Menschen in seinem urbanen Umfeld konzentriert: Stets ist es die Wechselwirkung zwischen zwei Polen, die bei Frank Johannes Spannung erzeugt.

Johannes macht sich bewusst frei von Regeln und Gesetzen der klassischen Fotografie. Vielmehr nimmt er Bilddateien als Ausgangspunkt für eine weitere Verarbeitung. Für Johannes sind das Aufnehmen und die Bearbeitung des Bildes zwei gleichwertige Elemente, die erst im Zusammenspiel das endgültige Bild hervorbringen. Die Werke erinnern zwar oft an klassische Fotografie, haben im Kern und in der Entstehungsgeschichte aber nur noch wenig mit dieser gemeinsam. Es gibt manche Bilder, die sich oft erst auf den zweiten Blick als Manipulationen zu erkennen geben und mit der Wirklichkeit spielen. Andere Aufnahmen erhalten ihre endgültige Stimmung und visuelle Verdichtung durch die Bearbeitung und fügen sich dadurch in einen Gesamtkontext ein („12 mal Buchschwabach“ 2006).


Auch in seiner neuesten Serie LONDON07 benutzt Johannes konsequent die digitale Bildbearbeitung. Alle Aufnahmen lagen bereits digital vor. Bei dieser Serie trägt die Bildbearbeitung mehr zum speziellen „feeling“ der Bilder bei, als dass sie die Motive stark verändern oder manipulieren würde. Sie unterstützt die Bildaussage und gibt den Bildern etwas malerisches, ohne sich jedoch stark in den Vordergrund zu drängen. Das Hauptaugenmerk bei dieser Serie liegt auf dem starken Kontrast zwischen dem Menschen und der urbanen Umgebung.

 

(M. Schels in kunstjetzt.de)